Lasst mich euch von einer typischen Woche erzählen, wie sie auf Katja ablaufen kann. Jede Woche ist anders und wir passen unsere Route dem Wetter und den Vorlieben der Crew an, aber eure Tour mit uns kann so oder so ähnlich aussehen.

Samstag – Alles bereit zum Ablegen
Egal, ob ihr Griechenland vorher schon auf eigene Faust erkundet habt oder gerade erst anreist: Wenn ihr am Pier ankommt, dürft ihr erst einmal entspannen. Ihr ladet eure Taschen ab und könnt euch im nahegelegenen Café eine Erfrischung gönnen, während wir noch mit den letzten Erledigungen wie Schiffspapieren, Einkäufen und Kabinenvorbereitungen beschäftigt sind.
Am Nachmittag heißen wir euch herzlich an Bord willkommen. Nach Bootseinweisung (Wie geht das Licht in der Kabine an? Darf ich während der Fahrt ins Netz? usw.) und Sicherheitsunterweisung (Wo sind die Rettungswesten? Was muss ich tun, wenn ich Feuer bemerke?) fahren wir hinaus auf die benachbarte Insel Meganisi und dort in den Hafen von Vathy. Wir legen direkt an der Stadtkaimauer an, und ihr könnt aus einer Vielzahl von Restaurants auswählen, wo ihr zu Abend essen möchtet. Genießt ein leckeres Moussaka direkt an der Hafenkante und schaut beim Sonnenuntergang dem Kommen und Gehen auf dem Wasser zu.
Sonntag – Zum ersten Mal im Wasser
Am nächsten Morgen gibt’s erst einmal frisches Brot und Spinatstückchen vom Vathy-Bäcker zum Frühstück. Während die Taucher an Bord von den Dive Guides der Tauchbasis Pro Dive Meganisi abgeholt werden, legt Katja mit dem Rest der Crew ab und wir werfen den Anker vor der kleinen Insel Skorpidi – direkt neben der berühmten Insel Skorpios, der einstigen Privatinsel von Aristotle Onassis. Dort treffen wir die Taucher wieder, die unter Wasser das Riff erkunden, während an der Oberfläche geschwommen, geschnorchelt und gepaddelt wird.
Als mittags der Wind einsetzt und alle wieder an Bord sind, setzen wir die Segel und steuern unsere nächste Insel an: Kastos. Dieses Schmuckstück ist so beliebt, dass wir den überlaufenen Hafen meiden und in einer kleinen Bucht nebenan festmachen. Den Nachmittag verbringt ihr erneut am und im Wasser. Ein Spaziergang führt euch abends in eine der kleinen Tavernas im Hafen – berühmt für ihren Ziegenauflauf und das wohl beste Sahneeis im Ionischen Meer.


Montag – Auf Odysseus’ Spuren nach Ithaka
Am nächsten Morgen bleibt Zeit für einen kurzen Sprung ins Wasser, bevor Katja weiter zur Insel Kalamos segelt. Dort könnt ihr die Ruinen des Dorfes Porto Leone erkunden, das nach einem Erdbeben aufgegeben wurde, oder einfach die ruhigen Morgenstunden mit Schwimmen oder SUPen genießen.
Zurück an Bord richtet ihr euch auf eine längere Überfahrt unter Motor zur Insel Ithaka ein – laut der alten Sagen die Heimat von Odysseus. Mit den zuverlässigen Navigationskünsten der Crew gibt’s jedoch keine Probleme, nach Ithaka zu finden.
In der größten Stadt auf eurer Tour – einem weiteren Vathy, von den Bewohnern liebevoll „Big Vathy“ genannt – bleibt am Nachmittag ausreichend Zeit, die Stadt zu erkunden oder eine Wanderung ins Umland zu machen. Hier habt ihr die Möglichkeit, Zutaten für Selbstgekochtes zu besorgen, denn morgen soll an Bord gekocht werden! Heute aber gibt’s noch frischen Fisch und danach einen Cocktail in einer der Bars im Städtchen.
Dienstag – Unter den Sternen Griechenlands
Den nächsten Morgen verbringen wir in Ormos Skinos, einer großen Bucht auf Ithaka. Hier erkunden die Taucher zusammen mit der Tauchbasis Odyssey Diving Club ein Riff voller Fische und Amphora-Scherben. Als mittags der Wind auffrischt, nutzen wir die Gelegenheit für ein paar Stunden Segeln, bevor gleich um die Ecke in einer einsamen Bucht der Anker fällt.
Kurz nach Sonnenuntergang können die Schnorchler entlang der Felswände unserer Bucht mit Taschenlampen die nächtliche Unterwasserwelt erkunden. Dort gibt es Kraken, Krebse, Seegurken und viele andere nachtaktive Bewohner zu sehen. Nach dem gemeinsamen Abendessen lohnt es sich, lange an Deck zu bleiben und den fantastischen Sternenhimmel dieser lauwarmen Sommernacht zu genießen.


Mittwoch – Von alten Booten und schicken Leuten
Die Bucht haben wir nicht nur wegen ihrer Schönheit über Wasser ausgewählt. Unter Wasser liegt das Wrack eines alten Segelboots, das hier vor einigen Jahrzehnten gesunken ist. Von ihm sind noch das Stahlgerippe und die Metalltanks übrig, in denen sich Muränen, Röhrenwürmer und Feuerfische wohlfühlen.
Nach einem morgendlichen Tauch- oder Schnorchelausflug zum Wrack machen wir uns auf den Weg zu unserer letzten neuen Insel: Kefalonia. Der beschauliche Hafen Fiskardo ist Treffpunkt der High Society im Ionischen Meer und bietet das spannendste Hafenkino. Da der Hafen klein ist, liegen die Boote dicht an dicht entlang des Ufers, da geht immer irgendetwas schief und sorgt für interessante Situationen. Genau wie die Gäste der großen Superyachten lasst ihr euch mit dem Beiboot ins Städtchen fahren und mischt euch unter die Schönen und Reichen zum Abendessen.
Donnerstag – Sonne, Segel und ein Platz bei Yianni
Heute lasst ihr es gemütlich angehen: gemütlich frühstücken, ein Sprung ins Wasser, dann geht es los zur letzten langen Überfahrt, leider mangels Wind nur unter Motor. Im Süden von Lefkada gibt es noch einen Schwimmstopp in der Bucht von Mikros Gialos, bevor wir im lebhaften Städtchen Sivota ankommen. Dort kehren wir bei unseren Freunden in der Taverna Ionion ein. Yianni und sein Team empfangen uns immer herzlich und sind äußerst hilfsbereit beim Anlegen am Steg. Da macht es umso mehr Spaß, auf dem Balkon des Restaurants frischen Fisch und überbackene Muscheln zu genießen. Anschließend bummelt ihr durch das Häfchen zur Cocktailbar in einer alten Ölmühle und lasst bei Livemusik den Abend ausklingen.


Freitag – Blue Caves, Beats & Barbecue
Früh am Morgen heißt es „Leinen los“, denn wir fahren zu einer unserer schönsten Stellen: den Blue Caves. Bevor die Touristenboote eintreffen habt ihr die Höhle ganz für euch, als SUPer wie auch als Schnorchler. Danach bleibt sogar noch Zeit, die nahegelegene, sagenumwobene Höhle von Papanicolis zu besuchen, in der sich einst ein U-Boot versteckt haben soll.
Auf dem kurzen Rückweg in den Heimathafen wird noch ein letzter Schwimmstopp am Strand von Desimi eingelegt. Zurück im Heimathafen Vlicho drehen wir die Musik auf und putzen gemeinsam das Boot – eine feuchtfröhliche Party! Anschließend haben wir uns alle eine entspannte Dusche an Land verdient, bevor wir mit dem Beiboot über die Bucht von Vlicho fahren, um in einem der ausgezeichneten Fischrestaurants ein letztes gemeinsames Abendessen zu genießen.
Samstag – Abschied
Der letzte Morgen bringt nach Packen und Bettenabziehen den traurigen Abschied. Doch unsere Gäste verlassen uns meist mit einem Lächeln, weil sie eine abwechslungsreiche und entspannte Woche mit uns verbringen konnten. Wir hoffen, dass ihr einen erholsamen Urlaub bei uns hattet und dass wir uns vielleicht schon bald wiedersehen.





